Die Chroniken des Gideon
von Foron-te-Meos und Todur Eisenstein
vertont und als Ballade vorgetragen durch Roger de Coeur
auch bekannt als "Das Gideon - Lied"

„Die Götter kamen zusammen an Elonde , dem Schicksalsbaum und begrüßten sich als Brüder. Dort sprachen sie die Worte der Schöpfung und formten die Welt nach ihrem Willen. Und die Welt war ein Abbild ihrer Schönheit. Und die Götter waren erfreut, denn ihr Werk war gut. Sie regierten die Welt mit ihrer Liebe und die Schar ihrer Diener umringte sie. Und die Welt war gut.

Doch ein Schatten fiel...

 

Leider sind die folgenden Seiten in den Wirren der Zeit nicht erhalten geblieben (Anmerkung des Chronisten). Die Vorfahren des Gideon, seine Jugend, die ersten Abenteuer, all dies ist zu meinem größten Bedauern nicht mehr zu rekonstruieren. Welch ein Verlust für die Nachwelt und die Wissenschaft. Mit etwas Glück ließe sich vielleicht in den großen Bibliotheken von Petras oder Charnopolis noch etwas herausfinden. Die Beschreibung setzt leider erst bei den Ereignissen in Rhoden wieder ein.

 

Der Beginn der großen Queste


Gideon von Mindas diente nunmehr im folgenden als Lehnsman des Barons Thoroald von Rhoden auf dessen Stammsitz und befehligte dort die Wache. Im Jahre 2724 AEC erhielt er den Auftrag, zusammen mit dem ihm unbekannten Elben Foron-te-Meos auf einer im See vor der Stadt gelegenen Insel nach dem Verbleib des bekannten elbischen Zauberers Saril-an-Onarve zu forschen.

Die unheimlichen Ereignisse, die ersten Hinweise auf schicksalhafte Begegnungen und Taten, begannen bereits bei der Überfahrt. Auf dem Boot befanden sich ebenfalls der Mönch Eleus und dessen Begleiter, ein Jäger namens Nimrod, welche mit einem geheimen Auftrag der Kirche die Insel aufsuchten sollten. Als das Schiff gerade ablegen wollte, stürzte ein nur mit seiner Unterkleidung verhüllter Zwerg im Zustand religiöser Ekstase an Bord und verlangte mitgenommen zu werden, was er aufgeregt mit dem glühenden Schwert Scharfklinge in seiner rechten Hand gestikulierend bekräftigte. Gideon erklärte sich schließlich bereit
, dem Zwerg, der sich als Todur Eisenstein vorstellte, die Überfahrt zu gewähren. Je näher die Gemeinschaft dem Eiland kam, um so dichter wurde der Nebel. Als man die Hand nicht mehr vor Augen sah, erscholl plötzlich ein unheimlich Heulen. Das Schwert des Zwergen erglühte und verstrahlte blaugrünes Licht. Dann näherten sich langsam mitten aus dem Nebel heraus rotglühende Augen. Der Schiffer sprang angsterfüllt von Bord, nicht aber Gideon von Mindas und die Gefährten. Sie stellten sich dem Bösen und besiegten es. Dies aber war nur der Anfang. Auf der Insel stellte sich nach zahlreichen Gefahren, Rätseln und Kämpfen heraus, daß Saril-an-Onarve bei dem Versuch gestorben war, einen Dämonenfürsten zu bekämpfen.

Nachschatten, Herr der Täuschung, der Verzweiflung und der Nacht war auf die Welt zurückgekehrt!

Erschüttert von diesen Ereignissen kehrte die Gruppe nach Roden zurück, um Rat zu suchen. Arealde von Rhoden, Frau des Barons und berühmte Kennerin der Magie, ein hoher Legat der Kirche und Enelon-on-Evril, der Lehrmeister des Magiers Foron wußten auch Rat und Hilfe zu geben. Gideon von Mindas und seine Gefährten waren nunmehr zu einer Schicksalsgemeinschaft geworden, von den Göttern dazu ausersehen Nachtschatten entgegenzutreten und das Heil der Welt und aller Menschen zu retten. Aufgrund uralter Prophezeiungen über die einzige Waffe gegen den Dämonen, das Schwert "Traumjäger", machte sich die Gemeinschaft unter der Führung des Gideon auf den weiten Weg nach Arnemund. Das Schwert sollte sich im sagenumwobenen Schloß der Ritter von Phex befinden, welches sich der Legende nach bei der Stadt Arnemund befand, aber seit Hunderten von Jahren von keinem lebenden Menschen mehr gesehen worden war.

Der Werwolf


Auf dem Weg zur Hafenstadt Koroas nahmen Gideon von Mindas und die Gefährten inmitten des Gebirges Quartier in einem kleinen Dorf. Seine Bewohner waren freundliche, gastbereite Menschen, welche die Gäste sogleich zu einem Fest zu Ehren einen örtlichen Heiligen am Abend einluden. Zur Dämmerung wurden Fackeln entzündet, Speis und Trank im Überfluß aufgetischt, alles tanzte ausgelassen um das große Feuer. Zunächst unmerklich, dann immer stärker veränderte sich das Singen zu einem monotonen Gesang, von den Gefährten aber noch unbemerkt. Mit einem Mal erscholl ein furchtbares Heulen, das von überall zugleich zu kommen schien. Jetzt erst bemerkten Gideon und die anderen, was mit den Dorfbewohnern geschehen war. Sie hatten sich in Kraturen des Bösen verwandelt, mit riesigen Klauen und gar grausligen Fratzen! Unter lautem Geschrei stürzten sie sich auf den Gideon und die anderen. Und aus der Nacht erscholl wieder jenes furchtbare Geheul, welches allen das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Die Gefährten kämpften sich mit wahrem Heldenmut zu den Pferden durch, um den Monstern zu entrinnen. Und da war er: Ein riesiger Werwolf brach aus der Dunkelheit hervor und tötete mit einem einzigen Biß einen anderen Gast des Dorfes, der sich mit weitern Gästen in die Dorfschenke zu flüchten versuchte. Diese verfolgend zertrümmerte er mit einem Schlag die Tür, um ins Innere zu gelangen. Als der Gideon dies gewahr wurde, zögerte er nicht das Monster zu verfolgen um die Unschuldigen und vor allem den Magier Foron zu retten, welcher sich in der Schenke befand. Mutig stellte er sich dem mächtigen Ungeheuer und Dutzenden von Dorfbewohnern. Dabei trug er neben zahllosen weiteren Verwundungen jene Narbe davon, die noch heute in seinem Gesicht zu sehen ist. Durch einen Sprung aus dem dritten Stockwerk gelang es ihm, sich und Foron vorerst zu retten. Aber das Monster und seine Kreaturen waren ihnen dicht auf den Fersen. Als sie schon vermeinten den heißen Atem des Untiers im Nacken zu spüren, gelang es Foron beide durch einen Zauber zu retten, welcher sie auf einen mehrere Meilen entfernten Berghang fliegen ließ. Auch die anderen Gefährten hatten sich vor den Monstern in Sicherheit bringen können.

An der Spitze eines Trupps Bewaffneter des örtlichen Grafen kehrte Gideon dann am nächsten Morgen zurück, um die schändlichen Kultanhänger der gerechten Strafe zuzuführen.


Der Kampf um Coroas


Gemeinsam setzte man nun den Weg nach Coroas fort, um sich von dort nach Arnemund einzuschiffen. Außerdem lebte dort ein weiteres Mitglied des Bundes gegen Nachtschatten, ein Gelehrter namens Magister Olanus. Beim Betreten der Stadt erfuhren die Gefährten nun eine wichtige Neuigkeit: Roderick V., der König von Lysien, war gestorben. Drei Leute meldeten Ansprüche auf den Thron an, Henry of Sherwen, Elvan of Thalimel und Thoroald von Rhoden, der Lehnsherr des Gideon. Sofort war ihm die strategische Bedeutung eines Hafens wie Coroas deutlich geworden, unglücklicherweise auch dem Bischof, welcher auf der Seite von Henry stand und mit einer Flotte die Stadt bedrohte.

noch im Aufbau

Die Seiten des Gideon